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Wie behandelt man Asthma?

Die Behandlung richtet sich gezielt gegen die zwei bronchienverengenden Mechanismen. Siehe dazu: Was ist Asthma

1. Lösung des Bronchialkrampfes mittels bronchienerweiternden Medikamenten, den Bronchodilatatoren

Die kurzwirksamen Bronchodilatatoren wirken sehr rasch. Sie sind ideal zur Behandlung des akuten Anfalles. Ihre Wirkungsdauer ist auf 4-6 Stunden beschränkt.

Vorsicht!
Häufiger notfallmässiger Gebrauch (mehr als 2x wöchentlich) bedeutet, dass die Entzündung der Bronchien ausser Kontrolle geraten ist! Die entzündungshemmende Therapie muss intensiviert werden!

Die langwirksamen Bronchodilatatoren behalten ihre Wirkung bis zu 12 Stunden! Sie helfen - immer zusammen mit entzündungs-hemmenden Mitteln - die Luftwege konstanter offen zu halten. Dies ist besonders wichtig, falls deine Lungenfunktion eine bleibende Eiinschränkung zeigt, falls du zu nächtlichen Anfällen neigst oder falls die Überempfindlichkeit der Bronchien sehr gross ist.

2. Hemmung der Entzündung der Bronchien.

Am wirksamsten entzündungshemmend wirken Medikamente auf Kortisonbasis. So lange als möglich werden sie lokal durch Inhalation eingesetzt. Dadurch ist nur eine sehr geringe Dosis nötig, da sie direkt an den Ort der Entzündung gebracht werden können. Sie wirken ausschliesslich lokal entzündungshemmend und werden deshalb als topische Steroide bezeichnet. Der Effekt auf die übrigen Organe ist minim. Dank wissenschaftlichen Studien wissen wir heute, bei welcher inhalierter Kortisonmenge Nebenwirkungen auftreten können. Diese Entzündungshemmung ist wie bei jeder chronischen Entzündung langdauernd nötig! Die Wirkung dieser Medikamente setzt langsam innerhalb von 1-2 Wocen ein. Etwas Geduld ist zu Beginn nötig!

Bei schweren akuten Asthmaanfällen sind manchmal kortisonhaltige Spritzen oder Tabletten nötig. Sie müssen meist nur für kurze Zeit eingesetz werden, sodass nachhaltige Nebenwirkungen vermieden werden können.

Neu sind Medikamente in Tablettenform, die gezielt gewisse Mediatoren hemmen können, ohne eine Kortisonwirkung zu entfalten. Dazu gehören die Antileukotriene. Von den vielen bekannten Mediatoren hemmen sie die Untergruppe der Leukotriene, die die Entzündung fördern und zum Bronchialkrampf führen. Die Wirkung tritt langsam innerhalb von 2-3 Wochen ein. Einige Patienten zeigen keine Besserung auf diese Medikamente. Den Grund kennen wir bisher noch nicht.


 
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