Asthma in deinem Alltag

Asthma und Sport

Wähle aus all den interessanten Sportarten diejenige aus, die dir am besten gefällt. Lediglich das Flaschentauchen ist dir meist verwehrt (kläre dies mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab). Generell gilt, dass der Sport in möglichst idealen Luftverhältnissen stattfinden soll. Eine vermehrte Schadstoff- oder Ozonbelastung ist falls möglich zu vermeiden. Ebenfalls sind sehr tiefe Temperaturen und trockene Luft eher ungünstig.

 

Die 6 Grundregeln sollen dir helfen, Sport mit Spass zu betreiben:

  • Versuche solange als möglich durch die Nase zu atmen. Die Einatemluft wird besser erwärmt und befeuchtet.
  • Kein Sport bei instabilem Asthma. 10 Minuten vor dem Sport einen kurzwirksamen Bronchodilatatoren verwenden, falls die bisherige Inhalationstherapie nicht ausgereicht hat. 10 - 20 Minuten Aufwärmen durch Lockerungs- und Dehnungsgymnastik, verbunden mit Atemgymnastik.
  • Langsame Steigerung der körperlichen Belastung. Am besten das Training mit einem Intervalltraining beginnen.
  • Während der Belastung auf korrekte Atemtechnik achten. Tiefe, langsame Atemzüge. Solange als möglich durch die Nase atmen.
  • Beim Auftreten von Symptomen rechtzeitig die Belastung reduzieren und eventuell erneut inhalieren.
  • Cooling down während 10 - 20 Minuten mit erneuten Dehnungsübungen und Atemübungen.

 

Asthma und Rauchen

Rauchen schadet der Lungenfunktion und ist schädlich, das weiss heute jedes Kind.

Wer an Asthma leidet, sollte wirklich nicht rauchen.

 

Wenn du immer noch rauchst, bespreche dies mit deinem Arzt oder deiner Ärztin. Sie können mit dir herausfinden, welches für dich die beste Methode zum Aufhören ist. Du kannst dich dafür auch an die Lungenliga wenden. Denke daran, nur 5% der rauchenden Jugendlichen schaffen den Ausstieg bis zum 20. Lebensjahr, jedoch 40% möchten damit aufhören. Am besten, du fängst gar nicht damit an. In der Regel begleiten uns Gewohnheiten, die sich vor dem 20 Lebensjahr einspielen, durch das ganze Leben hindurch und sind schwer wieder abzulegen: Also eigne dir lieber gute Gewohnheiten an!

 

Auch das Passivrauchen, also verrauchte Umgebungsluft, solltest du meiden. Du kannst deine Freundinnen und Freunde ja auch bitten, ihre Zigarette nicht in deiner Nähe zu rauchen oder ganz damit aufzuhören.

 

Asthma und Ferien

Ferien sollten entspannen, Spass machen, neue Ideen kreieren helfen. Weg vom Alltagstress und vom Gewohnten. Ferien sind somit beste Voraussetzung für eine Besserung des Asthmas. Der Ferienort spielt dabei eine nicht allzu grosse Rolle.

 

Dennoch ein paar Hinweise: Hausstaubmilbenallergiker profitieren vom Aufenthalt in den Bergen, da die Milben ab 1200 müM selten und ab 1600 müM kaum mehr vorkommen. Ein Aufenthalt am Meer ist günstig, da die Luft feucht, salzhaltig und warm ist. Ferien auf dem Land sind für Pollenallergiker in der Pollensaison ungünstig. In den Bergen ist die Pollensaison später als im Flachland.

 

Am wichtigsten: Genügend eigene Medikamente mitnehmen und die Notfallmedikamente auf sich tragen. Auch im Zug und Flugzeug.